Busgelder im In und Ausland
Hallo Bernardo,
 
anbei, so kurz vor der Urlaubszeit, etwas über über die Bußgelder etc. die im Ausland verlangt und 
auch bei uns in Deutschland eingetrieben werden können.
  
Artikel ist 1:1 aus dem Internet.
 
Gruß
 
Uwe
 
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Bußgelder in vierstelliger Höhe, Beschlagnahmung des Fahrzeugs oder mindestens ein Jahr Gefängnis: 
Wer im Ausland mit dem Auto zu schnell unterwegs ist, muss teils mit drakonischen Strafen rechnen. 
Ein Überblick zum Beginn der Ferienzeit.
 
Andere Länder, andere Regeln, andere Bußgeld-Dimensionen. Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte 
sich unbedingt vor Reiseantritt über die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten in den Nachbarländern informieren. 
Andernfalls könnten empfindliche Strafen und Bußgelder drohen.
Vorweg: Bußgelder aus sämtlichen EU-Staaten können ab einer Höhe von 70 Euro auch in Deutschland vollstreckt 
werden. Punkte in Flensburg erhalten Autofahrer, die im Ausland gegen die Verkehrsvorschriften verstoßen haben 
allerdings nicht, auch verhängte Fahrverbote sind nur in dem Land, in dem sich der jeweilige Verstoß ereignet hat, 
gültig. Hier finden Sie einen Überblick über die Verkehrsgesetze und Bußgelder in unseren Nachbarländern.
 
Österreich: Fahrzeug weg
In Deutschland gibt es kein einheitliches Tempolimit, in Österreich, das auch viele Urlauber mit dem Ziel Italien 
oder verschiedene Balkan-Länder passieren müssen, dagegen schon. Dort sind auf Autobahnen nur 130 km/h 
erlaubt. Autofahrer sollten sich besser an die zulässige Höchstgeschwindigkeit halten, denn sonst kann es teuer 
werden. Wer auf der Autobahn 20 km/h zu schnell unterwegs ist, dem droht ein Bußgeld von 45 Euro. Bis 30 km/h 
zu schnell werden 60 Euro fällig. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 88,50 Euro und 178,50 Euro. Bei einer 
Überschreitung von mehr als 60 km/h innerorts können die österreichischen Behörden bis zu 7.500 Euro an 
Bußgeld verlangen. Außerorts ist das ab 70 km/h zu viel möglich. In Deutschland sieht der Bußgeldkatalog bei 
einer solchen Geschwindigkeitsübertretung 738,50 Euro Strafe, zwei Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges 
Fahrverbot vor.
Bei höheren Überschreitungen, etwa 80 Kilometer innerorts und 90 Kilometer außerorts, kann sogar das Auto 
beschlagnahmt und durch die österreichischen Behörden versteigert werden.
Übrigens: In Österreich darf die Polizei die Geschwindigkeit eines Fahrzeuges schätzen! Zwar findet das dank 
moderner Messtechnik nur in Einzelfällen
 
Anwendung, rechtlich ist es aber möglich, wenn es sich um eine gerade Straße handelt und diese von beiden 
Seiten einsehbar ist. Zudem muss die Überschreitung von den Beamten über eine Strecke von mindestens 100 
Metern festgestellt werden und gilt nur für Geschwindigkeitsübertretungen bis zu 30 km/h.
Anders als bei Vergehen anderen EU-Ländern der Fall werden in Österreich fällige Bußgelder schon ab einer Höhe 
von 25 Euro auch hierzulande vollstreckt.
 
In der Schweiz droht Gefängnis
Ein weiteres Transitland in südliche Urlaubsregionen ist die Schweiz. Im Land der Eidgenossen gilt auf der 
Autobahn ein allgemeines Tempolimit von 120 km/h. Wer hier 20 Stundenkilometer zu schnell unterwegs ist, 
muss mit einer Strafe in Höhe von 150 Euro rechnen. Bei einer Überschreitung von 80 Kilometern pro Stunde 
droht Autofahrern allerdings weit mehr als nur ein saftiges Bußgeld: Eine mindestens einjährige Freiheitsstrafe 
ohne Bewährung ist möglich! Das gilt auch, wenn man innerorts mit Tempo 100 unterwegs ist anstatt der 
erlaubten 50 km/h.
Wer ohne Freiheitsstrafe davon kommt, der muss mit einem zweijährigen Entzug der Fahrerlaubnis rechnen, im 
Wiederholungsfall ist der Lappen für zehn Jahre weg. Eine Wiedererlangung ist in beiden Fällen nur mit einem 
positiven verkehrspsychologischen Gutachten möglich.
Nicht nur das Rasen ist in der Schweiz teuer, auch das Falschparken. Das kostet dort nämlich 40 Euro, in 
Deutschland sind es nur zehn Euro.

Zwischen der Schweiz und Deutschland besteht seit Mai 2024 ein Abkommen, das den jeweiligen 
Behörden ermöglicht, Bußgelder für Knöllchen und andere Verkehrsdelikte auch im Heimatland des 
Schuldigen zu vollstrecken.
 
Italien: Bis zu 168 Euro bei ein paar km/h zu schnell
Wer es durch die Alpenländer ohne Geschwindigkeitsübertretung geschafft hat, der sollte auch in Italien 
den Fuß vom Gas nehmen. Denn auch hier gilt ein allgemeines Tempolimit von 130 km/h auf den Autobahnen. 
Zudem sollen in dem Land fast 11.000 Blitzer stehen, mehr als doppelt so viele wie in Deutschland. Für eine 
Geschwindigkeitsübertretung von 60 km/h oder mehr können 821 bis 3.000 Euro fällig werden. Doch auch 
wer weniger als 10 km/h zu schnell ist, muss mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 168 Euro rechnen.
Autofahrern, die sich einen Schluck Grappa zu viel genehmigt haben und über 1,5 Promille beim Alkoholtest 
erreichen, droht ähnlich wie in Österreich die Beschlagnahmung des Fahrzeugs und dessen Zwangsversteigerung. 
Zusätzlich wird eine Geldstrafe zwischen 1.500 und 6.000 Euro verhängt. Auch eine Freiheitsstrafe über zwölf 
Monate ist bei schweren Alkoholverstößen möglich.
 
Frankreich blitzt von hinten
Auch Urlauber, die mit dem Auto nach Frankreich reisen möchten, müssen sich dort auf Autobahnen an ein 
allgemeines Tempolimit von 130 km/h halten. Wer außerorts bis zu 20 km/h zu schnell ist, muss mit einem 
Bußgeld von 68 Euro rechnen. Was noch einigermaßen human klingt, wird bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung 
von 50 km/ schon ganz anders. Dann müssen Autofahrer und Autofahrerinnen 1.500 Euro bezahlen. 
Wiederholungstätern droht gar ein Bußgeld in Höhe von 3.750 Euro. Wichtig zu wissen ist außerdem: In Frankreich 
kann der Führerschein entzogen werden, wenn man mit dem Handy hinterm Steuer erwischt wurde und dabei 
ein Verkehrsdelikt begangen hat, etwa eine Geschwindigkeitsübertretung oder die Missachtung einer Vorfahrtsregel. 
Die Fahrerlaubnis wird dann umgehend für 72 Stunden entzogen. Für Reisende besonders ärgerlich.
Zudem sollten auch deutsche Motorradfahrer und Motorradfahrerinnen gewarnt sein: In Frankreich blitzen 
die Radarfallen von hinten und nicht von vorne, wie es in Deutschland und vielen anderen europäischen 
Ländern der Fall ist. Das bedeutet, auch mit dem Motorrad kann man für Geschwindigkeitsübertretungen 
belangt werden.
 
 
Niederlande: Maximal 100 km/h
Das allgemeine Tempolimit auf Autobahnen in den Niederlanden, entspricht dem Tempolimit, dass vielerorts 
auf deutschen Landstraßen gilt: Gefahren werden darf nicht schneller als 100 km/h! Zwischen 19 und 6 Uhr 
erhöht sich die erlaubte Höchstgeschwindigkeit aber auf 130 km/h. Wer mit 40 Kilometer pro Stunde oder mehr 
erwischt wird, muss mit einer Strafanzeige rechnen. Dann entscheidet die örtliche Staatsanwaltschaft über die 
Höhe des Bußgeldes. Bei einer Strafanzeige fallen außerdem zusätzliche Bearbeitungsgebühren an.
		 
Ich wünsche allen eine stressfreie Zeit, auch im Ausland.
 
Heinz-Uwe Teuscher
10.07.2024
 

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